26.05.12

Einladung zur Ausstellung in der AID, Berlin

Schweigen ist Silber, Reden ist Gold. Kommunikation ist alles.
Diese Illustration habe ich für den Ratgeber "Küss die Liebe wach!" gezeichnet. (Helga Baureis, Oesch Verlag, Zürich)

Mit dem Bild wird nun zu einer Ausstellung geladen:
In der neu eröffneten Akademie für Illustration und Design Berlin wird ab nächstem Samstag die Ausstellung Buch und Bilderbuch - Illustration für Kinder und Erwachsene gezeigt.

Zu den 10 ausstellenden Illustratoren gehören z.B. auch Kollegen aus dem Atelier Petit4, aus dem Atelier Gute Gründe und Künstler von Supalife. Wir freuen uns auf viele interessierte große und kleine Gäste!
Eröffnung: Samstag, 2. Juni 2012 um 19h
Ausstellungsdauer: 4.-29. Juni 2012, Mo-Fr, 10 bis 16h
Ort: AID Berlin, Ritterstraße 12-14, Aufgang 2, 10969 Berlin
U-Bahn Moritzplatz oder Prinzenstraße
www.aidberlin.de

23.05.12

Patina auf einer alten Café-Dose

Einer der Gründe, warum ich alte Blechdosen sammele, ist das Sichtbarwerden von Zeit.
Diese Dosen waren im Hausgebrauch vieler Generationen. Sie haben ein bis zwei Kriege überlebt. Vielleicht wurde darin Kaffee aufbewahrt, Kekse oder Knöpfe... Vielleicht auch Geld versteckt oder Briefe.
Die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen: Zurück blieben Dellen und Beulen, Risse und Rostflecken.



      

Die Bilder erzählen ihre Geschichte. 
Rostflecken fallen von rechts in das Idyll ein.
Verätzungen greifen die Familie von allen Seiten an.
Wie Schnee aus einer anderen Zeit. Bis das Nichts die Szenerie gänzlich beherrscht... Surreal...

(Kaffeedose der holländischen Firma Wed. J.Bekkers & Zoon aus den zwanziger Jahren.)

21.05.12

Glückwunsch zur Geburt!

Da wird alles gutgehen: 
Ein Schirm für die Weltreise, ein großer starker Freund dabei, 
blauer Himmel und ein Käfer voll Glück...

Diese und weitere Glückwunsch-Karten zur Geburt sind auf dem Blog
petit4 hilft feste feiern zu sehen: 

18.05.12

Piercing für Babys

Dieser Cartoon war am 8.5. "Daily Toon" bei www.tooonpool.de
und was mich besonders freut: heute am 18.5. ist er in der Berliner U-Bahn den ganzen Tag auf allen Monitoren zu sehen.
Erstmals erschien er 2004 in der Satirezeitschrift "Eulenspiegel".

Cartoons - uploaded on toonpool.com - will be broadcasted each one 40 times per day on 4000 video screens in Berlin's subway trains, 04:00h - 24:00h CET. Cartoons will be enjoyed by approx.
1,5 million passengers per day.

17.05.12

17.5. Vatertag

Der Vatertag wurde wie so viele Feiertage in den Vereinigten Staaten erfunden. 1910 wurde eine Bewegung zur Ehrung der Väter von Sonora Smart Dodd ins Leben gerufen. Präsident Richard Nixon führte ihn 1972 als offiziellen Feiertag im Juni in den USA ein.
                                            
Der Vatertag findet in Deutschland an Christi Himmelfahrt statt.
In der ehemaligen DDR hieß er Herrentag.
Traditionell fahren betrunkene Väter und Nichtväter in offenen Kutschen zur nächsten Kneipe. Oder sie wandern, Alkoholflaschen im Bollerwagen. Modern sind Rund-Fahrräder, auf denen alle treten und trinken. Danach gibt es gehäuft Prügeleien und laut statistischem Bundesamt erreicht der Tag die dreifache Verkehrsunfallsquote.
                                     
In den meisten anderen europäischen Ländern und in den USA wird der Vatertag als Familientag gefeiert: Die Kinder basteln Geschenkchen in der Schule und pflücken ihren Vätern niedliche Blumensträuße. Dann tragen sie ihm zu Ehren zuhause ein Gedicht vor.
                                  
Ein Entwurf für ein Vater-Lexikon.

Diese Illustration ist für die "Elternbriefe" des Vereins ANE (Arbeitskreis Neue Erziehung) entstanden.

15.05.12

fürs Poesiealbum: eine Kachel zu verschenken

   
Eins meiner Lieblingsgedichte von Joachim Ringelnatz kommt ins Poesiealbum: Ich hab dich so lieb...

13.05.12

Gratulation zum Muttertag

Heute ist Muttertag! Ein Hoch auf die Mamas!
Und hoch leben die Kinder!

Ein Button für alle Lieblingssöhne und -Töchter

Die Mutter - die Milchfabrik

andocken leicht gemacht



Mütter und Söhne...
(Berliner Jungs)


Mütter und Töchter...

Der Muttertag wurde in den USA erfunden und ist dort seit 1914 Nationalfeiertag.
In Deutschland wurde der Tag 1933 von den Nationalsozialisten eingeführt als "Gedenk- und Ehrentag der Deutschen Mütter". "Gebärfreudige Mütter" bekamen an diesem Tage ab 1939 für ihren "arischen Nachwuchs" ab vier Kindern das Mutterkreuz verliehen.

Die Floristenverbände sorgten dafür, den Feiertag nach dem Krieg wieder aufleben zu lassen. Sie legten den 2. Maisonntag als Datum fest.
In der DDR wurde der Muttertag als westlich-raktionär eingestuft und stattdessen der internationale Frauentag begangen.

12.05.12

Morgen Mutter sein

Aus dem Pocket Quiz "Teekesselchen" (Moses Verlag)


Diese junge Mutter habe ich für einen Flyer der Diakonie gezeichnet:
für ein Mutter-Kind-Wohn-Projekt in Berlin Reinickendorf.

Die Lehrerin ruft bei Max zuhause an: 
"Ihr Sohn lügt ständig im Unterricht!" Meint Max`Mutter: 
"Das ist ja interessant. Ich habe nämlich gar keinen Sohn!"

(Illustration zum Witz im Kinderbuch "Vorsicht Zwilling" 
von Julia Breitenöder, Thienemann Verlag)



Nicht vergessen: Morgen ist Muttertag!

10.05.12

Schätze aus der Insel-Bücherei

Die Insel-Bücherei hat 2012 einen runden Geburtstag zu feiern:
100 Jahre! Gratulation!

Insel-Bücher von 1951,1957 und 1961.
Michelangelos Sibyllen und Propheten von 1940

Ich liebe diese schön ausgestatteten Bücher vom Insel Verlag! Alle haben toll gemusterte dekorative Umschläge und geklebte Schildchen, die Titel sind nummeriert.
Ist das fein, auf einem Flohmarkt mal wieder einen so guten Fang gemacht zu haben!

09.05.12

Textfühlung - eine Feder für das Lektorat

Für die Lektorin Katja Rasmus habe ich eine Schreibfeder gezeichnet.


Ich freue mich über die Belege der frisch gedruckten Flyer, 
die gestern ins Haus geflattert kamen!

Man kann sie auch gut als Lesezeichen nutzen.

06.05.12

Segelschiffe - maritime Blechdosen

Alte Blechdosen sind eine kleine Leidenschaft von mir.
Mich fasziniert die Mischung aus Weltbild und Rostpatina.
Gerne wurden exotische Orte auf Dosen abgebildet und die Sehnsucht nach Ferne aufs Blech gebannt.
Der Zahn der Zeit frisst die Bilder an, es bleibt der Eindruck eines Traumes.

Das Segelschiff-Motiv als Symbol für Luxus und Genuss.


Dose der Societé Labruyere Éberlé aus Mâcon in der Bourgogne.
(50iger Jahre)

Tabakdose der Firma C.F.Vogelsang, Bremen.
1875 von Herrn Vogelsang gegründet: Handel und Fabrikation für Rauchtabak. 1914 an einen Herren Kannengießer verkauft, auch ein schöner Name.

03.05.12

Ödön von Horváth fürs Poesiealbum

"Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu."


Ödön von Horváth war ein österreichisch-ungarischer Schriftsteller. 
Geboren 1901, begann er 1920 zu schreiben, auf deutsch.
Während des Nationalsozialismus erhielten seine Stücke Aufführungsverbot. Der Autor emigrierte.
Im Juni 1938 traf er sich mit dem Regisseur Robert Siodmak in Paris, um über die Verfilmung seines Romans Jugend ohne Gott zu sprechen. 
Am Abend des selben Tages wurde Horvath auf den Champs-Élysées 
bei einem Gewitter von einem Ast erschlagen.

2007 produzierten Udo Lindenberg und Jan Delay unter Verwendung des Zitates ihren Songtext "ganz anders".

01.05.12

Helden und Götter auf Geldscheinen

Ich liebe die Kupferstichfertigkeiten der alten Illustratoren.
Sie verstanden es hervorragend, Licht und Schatten zu setzen und einen Körper mit feinsten Linien zu modellieren.
In der Sammelmappe für Geldscheine meines Urgroßvaters habe ich diese Heldengesichter gefunden:

50 Mark-Schein von 1920, eine blühende Sommergöttin.

50 Mark-Schein von 1920, ein Held der Arbeit.

5 Mark-Darlehensschein von 1917, ährenbekränzte Göttin


Er krempelt die Ärmel hoch. 20 Mark-Schein von 1915.

Eine müde Heldin am Abend, 20 Mark-Schein von 1915.


27.04.12

Uropas Notgeld


Mein Urgroßvater sammelte Geldscheine aus den zwanziger Jahren: Notgeld.
Auf seine Mappe bin ich neulich beim Aufräumen gestoßen und fand die Drucke sehr inspirierend.

Schön auch, wie er die sortierten Stapel mit Zeitungsausrissen und Leim zusammenband.


50 Pfennig Gutschein der Stadt Kelbra

Notgeld von 1922 aus Warnemünde

Im ersten Weltkrieg wurde alles Metall durch die Kriegsindustrie verbraucht, danach wurden die restlichen Silbermünzen gehortet, da ihr Materialwert höher war als der Nominalwert. Im Deutschen Reich wurde also aufgrund des Kleingeldmangels eine große Menge Notgeld herausgegeben. Städte und Gemeinden sprangen mit dem Druck ein. Auch Gutscheine wurden gedruckt. Stilistisch sehr variantenreich und mit viel Lokalkolorit. Mit einsetzender Inflation ab etwa 1921 verlor dieses Geld seinen Wert.